Yaskawa HC20DT vs. KUKA LBR iiwa 14 — Cobot-Direktvergleich

Zwei Cobots aus dem MRK-Leichtbau-Segment mit sehr unterschiedlicher Auslegung: der Yaskawa HC20DT (Schwerlast-Cobot der HC-Serie, 20 kg Traglast, IP67-Schutzart) gegen den KUKA LBR iiwa 14 R820 (7-achsiger sensitiver Leichtbauroboter, 14 kg Traglast, integrierte Gelenk-Drehmomentsensoren). Beide Modelle sind als kollaborative Roboter ausgelegt, unterscheiden sich aber grundlegend in Kinematik, Sensorik und Zielanwendung. Jeder Wert in der Tabelle stammt aus einer verlinkten Herstellerquelle; nicht belegte Angaben werden als „nicht belegt" ausgewiesen statt geschätzt.

Realitäts-Hinweis — was dieser Vergleich ist und was nicht: Diese Seite ist kein Ranking und keine Kaufempfehlung. Der Yaskawa HC20DT (20 kg, 6 Achsen, IP67) und der KUKA LBR iiwa 14 (14 kg, 7 Achsen, integrierte Drehmomentsensoren) sind unterschiedliche Konstruktionsprinzipien für unterschiedliche Einsatzfelder: Schwerlast-Handling in rauer Umgebung (Yaskawa) gegen sensitive, taktile Prozesse in kontrollierter Umgebung (KUKA). Verglichen werden ausschließlich öffentlich belegte Herstellerangaben. System-, Integrations- und Betriebskosten (Steuerung, Greifer, Sicherheitstechnik, Inbetriebnahme, Programmierung, Wartung) sind hier nicht enthalten. Für eine belastbare Entscheidung zählen reale Zykluszeiten, das Integrator-Angebot und die Gesamtbetriebskosten — nicht das Datenblatt allein.

1. Technische Daten im Direktvergleich

Belegte Herstellerangaben, Merkmal für Merkmal. Hinweis: Yaskawa und KUKA weisen auf ihren öffentlichen Produktseiten unterschiedliche Detailtiefe aus — fehlende Werte werden als „nicht belegt" markiert statt geschätzt.

Merkmal Yaskawa HC20DT KUKA LBR iiwa 14 R820
Hersteller / Herkunft Yaskawa Electric (JP) KUKA (DE)
Klasse Cobot, 6-Achs, Schwerlast-Segment (HC-Serie) Cobot, 7-Achs (redundanter Freiheitsgrad, Sensitive Robotics)
Max. Traglast ¹ ² 20 kg 14 kg
Reichweite ¹ ² 1900 mm 820 mm
Freiheitsgrade (Achsen) ¹ ² 6 7
Wiederholgenauigkeit ¹ ² ±0,1 mm ±0,1 mm
Schutzart (IP) ¹ ² IP67 nicht belegt
Eigengewicht Arm ¹ ² nicht belegt 29,9 kg
Max. TCP-Geschwindigkeit ¹ ² nicht belegt nicht belegt
Integrierte Drehmomentsensoren nicht belegt Ja — alle 7 Gelenke ²
Listenpreis (Hersteller) nicht belegt nicht belegt

„nicht belegt" = auf der öffentlichen Hersteller-Produktseite nicht ausgewiesen. Yaskawa weist auf der HC-Serienübersichtsseite kein Eigengewicht für den HC20DT und keine integrierten Drehmomentsensoren aus; KUKA weist für den LBR iiwa 14 keine Schutzart und keine TCP-Geschwindigkeit auf der Hauptproduktseite aus. Listenpreise werden von keinem der beiden Hersteller auf der Produktseite veröffentlicht. Wir tragen diese Werte nicht aus Drittquellen als gesichert nach (Quellenpflicht A1).

2. Einordnung der Unterschiede

Traglast und Reichweite — Schwerlast vs. Präzisionsklasse: Der HC20DT trägt mit 20 kg mehr als der LBR iiwa 14 mit 14 kg und deckt mit 1900 mm eine mehr als doppelt so große Reichweite ab wie das KUKA-Modell mit 820 mm. Das macht den HC20DT zum Kandidaten für Palettieren, Maschinenbeschickung (CNC-Tending) und Schweißanwendungen mit größeren Bauteilen oder Werkzeugen. Der LBR iiwa 14 ist für kompaktere Arbeitsräume und Prozesse mit mittlerer Traglast (bis 14 kg) ausgelegt, bei denen Präzision und Sensorik im Vordergrund stehen.

Schutzart IP67 — Umgebungstauglichkeit als Alleinstellungsmerkmal des HC20DT: Yaskawa weist für den HC20DT explizit IP67 aus — staub- und wasserdicht, geeignet für Nassbereiche, Spritzwasser und staubreiche Umgebungen. Für den LBR iiwa 14 ist auf der KUKA-Hauptproduktseite keine Schutzart ausgewiesen. Wer den Cobot in Umgebungen mit Kühlschmierstoff, Reinigungsprozessen oder Staubbelastung einsetzen will, findet beim HC20DT eine belegte Kennzahl; beim KUKA-Modell ist dafür das technische Datenblatt zu prüfen.

7 vs. 6 Freiheitsgrade — integrierte Drehmomentsensorik als Unterscheidungsmerkmal des KUKA-Modells: Der LBR iiwa 14 verfügt über eine redundante 7-Achs-Kinematik mit integrierten Gelenk-Drehmomentsensoren in allen sieben Achsen — Voraussetzung für Kraft-Momenten-geregelte, taktile Prozesse wie Einpressen, Fügen oder sensitives Schrauben. Für den HC20DT ist auf der öffentlichen Herstellerseite keine vergleichbare integrierte Sensorik in allen Achsen ausgewiesen; die HC-Serie ist primär für robuste Standardprozesse konzipiert, nicht für feinfühlige Kraftregelung.

Wiederholgenauigkeit — auf dem Papier gleich: Beide Modelle geben ±0,1 mm Wiederholgenauigkeit an. Dieser Wert ist bei sehr unterschiedlicher Reichweite (1900 mm vs. 820 mm) unterschiedlich einzuordnen: Über die größere Reichweite des HC20DT hinweg dieselbe absolute Wiederholgenauigkeit zu erreichen wie über die kürzere Distanz des LBR iiwa, ist mechanisch anspruchsvoller. Beide Werte liegen für die meisten industriellen Montage- und Handhabungsaufgaben innerhalb üblicher Fertigungstoleranzen.

Anwendungsgebiete — Automotive/Schwerindustrie vs. Forschung/Pharma/Präzisionsmontage: Der HC20DT wird von Yaskawa für Palettieren, Schweißen und CNC-Tending positioniert — typische Aufgaben in Automotive-Zulieferbetrieben und der metallverarbeitenden Industrie, oft mit Kühlschmierstoff- oder Staubbelastung. Der LBR iiwa 14 ist als sensitiver Leichtbauroboter mit MRK-Zertifizierung (ISO/TS 15066) für Forschungsumgebungen, Laboranwendungen, Pharma- und Elektronikmontage sowie taktile Fügeprozesse etabliert, bei denen Kraftrückmeldung und ein kontrollierter Arbeitsraum wichtiger sind als rohe Traglast oder Umgebungsrobustheit.

Ökosystem und Integration: Yaskawa vertreibt die HC-Serie über sein globales Vertriebsnetz mit DACH-Präsenz (Yaskawa Europe GmbH, Eschborn); KUKA ist als deutsches Unternehmen im DACH-Raum besonders stark vertreten und hat mit dem LBR iiwa eine breite Forschungs- und Industrie-Installationsbasis über die KUKA Sunrise.OS-Programmierumgebung. Diese Faktoren sind standortabhängig und nicht herstellerneutral belegbar — für die konkrete Integration zählt das Angebot des lokalen Integrators.

3. Entscheidungstabelle: Wann welches Modell?

Anforderung Tendenz Yaskawa HC20DT Tendenz KUKA LBR iiwa 14
Traglast Werkstück + Greifer bis 20 kg bis 14 kg
Große Reichweite / große Bauteile Vorteil (1900 mm) ¹ Kompakter Arbeitsraum (820 mm) ²
Nasse/staubige Umgebung, Kühlschmierstoff Vorteil — IP67 belegt ¹ Schutzart nicht belegt ²
Sensitive / taktile Prozesse (Fügen, Einpressen) Nicht belegt (keine integrierte Drehmomentsensorik ausgewiesen) Ja — integrierte Drehmomentsensoren in allen 7 Achsen ²
Automotive-Schweißen, Palettieren, CNC-Tending Herstellerseitig positioniert ¹ Nicht als Kernanwendung ausgewiesen
Forschung, Pharma, Elektronikmontage Nicht als Kernanwendung ausgewiesen Breite Installationsbasis, MRK-zertifiziert (ISO/TS 15066) ²

Entscheidungstabelle basiert auf belegten Herstellerangaben (Quellen ¹ ²) und den auf den Herstellerseiten genannten Anwendungsfeldern. Keine Bewertung, kein Ranking. Bitte vor Investitionsentscheidungen am Integrator-Angebot validieren.

4. Was beide Datenblätter nicht zeigen: die Gesamtkosten

Weder Yaskawa noch KUKA veröffentlichen verbindliche Listenpreise für diese Modelle auf ihren Produktseiten. Der Roboterarm ist zudem nur ein Teil der Investition — Greifer, Steuerungstechnik, Sicherheitsperipherie, Inbetriebnahme, Programmierung und Wartung machen einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten aus. Eine ehrliche Entscheidung braucht daher die Total-Cost-of-Ownership, nicht den Armpreis.

Wie sich diese Gesamtkosten zusammensetzen und wie Sie sie für Ihren Fall überschlagen, zeigen unser Ratgeber „Was kostet ein Industrieroboter wirklich?" und der Ratgeber zu Wartungs- und Servicekosten. Für eine auf Ihre Eckdaten zugeschnittene Betrachtung fordern Sie den TrueCost-Report an.

Den passenden Cobot für Ihren Fall einordnen

Beide Modelle im Detail mit allen quellenbelegten Herstellerangaben:

Yaskawa HC20DT — technische Daten · KUKA LBR iiwa 14 — technische Daten

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Weitere Vergleiche und Cobots: Alle Cobots · Modelle frei vergleichen · KUKA LBR iiwa 14 vs. UR5e · KUKA LBR iiwa 7 R800 (leichteres Pendant) · Yaskawa HC10DT (leichtere Variante)

Quellen und Belege
  1. Yaskawa Europe — HC-Serie (Kollaborative Roboter), Herstellerseite: Traglast 20 kg, Reichweite 1900 mm (HC20DT), 6 Achsen, Wiederholgenauigkeit ±0,1 mm, Schutzart IP67. Eigengewicht, TCP-Geschwindigkeit und integrierte Drehmomentsensorik auf der Serienübersichtsseite nicht als Einzelwert für den HC20DT ausgewiesen; kein Listenpreis auf der Hersteller-Produktseite ausgewiesen. Primärquelle: yaskawa.eu.com/robotics/robots/collaborative/seriesdetail/serie/hc-series_493 (abgerufen 2026-07-01, tagesaktuell prüfen).
  2. KUKA — LBR iiwa Produktseite (Hersteller, EN/DE): Traglast 14 kg, Reichweite 820 mm (Variante LBR iiwa 14 R820), 7 Achsen, Wiederholgenauigkeit ±0,1 mm, Eigengewicht 29,9 kg, integrierte Gelenk-Drehmomentsensoren in allen 7 Achsen, MRK-Zertifizierung (ISO/TS 15066). Schutzart und TCP-Geschwindigkeit auf der Hauptproduktseite nicht ausgewiesen; Datenblatt-Download erforderlich. Kein Listenpreis auf der Hersteller-Produktseite ausgewiesen. Primärquelle: kuka.com/en-de/products/robotics-systems/industrial-robots/lbr-iiwa (abgerufen 2026-06-25, tagesaktuell prüfen).
  3. Roboratgeber.de — Gesamtkosten-Kontext: Was kostet ein Industrieroboter wirklich? und Wartungs- und Servicekosten bei Industrierobotik (interne Analysen, Stand 2026-07-01). System- und Betriebskostenangaben dort sind als Schätzung gekennzeichnet, nicht herstellerbestätigt.

Hinweis: Dieser Inhalt wurde automatisiert mit KI erstellt. Datenwerte wurden KI-gestützt aus den genannten Hersteller-Produktseiten extrahiert; bitte vor verbindlichen Entscheidungen am Original prüfen. Angaben ohne Gewähr, können Fehler enthalten.