Cobot oder Industrieroboter — was passt für den Mittelstand?
„Wir brauchen einen Roboter" — aber welchen? Cobot, klassischer Industriearm oder autonomer mobiler Roboter (AMR) sind drei grundverschiedene Technologieklassen. Welche passt, hängt von Traglast, Durchsatz, Sicherheitskonzept und Budget ab. Dieser Artikel liefert das Entscheidungsraster — quellenbelegend und ohne Verkaufssprache.
1. Was ist was — drei Klassen im Überblick
Der Begriff „Roboter" wird im Markt uneinheitlich verwendet. Für eine belastbare Entscheidung sind drei Klassen zu unterscheiden:
Kollaborativer Roboter (Cobot)
Ein Cobot ist ein Industrieroboter, der konstruktiv für das Zusammenarbeiten mit Menschen ausgelegt ist. Die zugrundeliegende Norm ist ISO/TS 150661, die vier kollaborative Betriebsarten definiert, darunter „Power and Force Limiting" (PFL): Der Arm erkennt Kontakt und stoppt oder reduziert die Kraft unter festgelegte Schwellenwerte. Gelingt der Nachweis per Risikobeurteilung, entfällt das feste Schutzgitter — Mensch und Arm teilen sich denselben Raum.
Typische Vertreter: Universal Robots UR-Serie2, FANUC CRX-Serie3, ABB GoFa CRB 150004, KUKA LBR iiwa5, Franka Research 36. Weitere Vertreter dieser Klasse mit quellenbelegten Herstellerdaten: Stäubli TX2-40 (Reinraum-tauglicher 6-Achser), Omron TM12 (Cobot mit integrierter Kamera) und Yaskawa HC10DT.
Klassischer Industriearm
Klassische Industrieroboter (Knickarmroboter, SCARA, Parallelkinematik) sind auf maximalen Durchsatz und hohe Traglast ausgelegt. Sie arbeiten nach EN ISO 10218-1/-28 zwingend hinter einer Schutzeinrichtung (Gitter, Lichtschranke, abgesicherter Bereich). Kollaborative Betriebsart ist nicht vorgesehen oder nur als Sonderkonfiguration zertifizierbar. Traglastbereiche von einigen Kilogramm bis mehreren Tonnen; Taktzeiten und Wiederholgenauigkeiten übertreffen Cobots im Hochdurchsatz-Dauerbetrieb.Schätzung/Orientierung
Ein typischer kompakter Vertreter dieser Klasse ist der Kawasaki RS005N — ein klassischer 6-Achs-Industrieroboter, der bauartbedingt hinter einer Schutzeinrichtung betrieben wird (quellenbelegte Herstellerdaten auf der Modellseite).
Dieser Artikel fokussiert auf Cobots und AMR als die für KMU-Erstprojekte typischeren Einstiegstechnologien. Klassische Industriearme sind gesondert zu bewerten, wenn der Einsatzfall hohen Durchsatz, schwere Lasten oder Extremtemperaturen erfordert.
Autonomer mobiler Roboter (AMR)
Ein AMR transportiert Lasten autonom von A nach B — ohne Arm, ohne Greiffunktion, ohne feste Führungsspur. Er kartografiert seine Umgebung dynamisch via Laserscanner und/oder Kamerasystemen und weicht Hindernissen aus, ohne Infrastrukturumbau am Boden zu benötigen. Das unterscheidet ihn vom älteren fahrerlosen Transportsystem (FTS/AGV), das auf Magnetbänder oder induktive Schleifen angewiesen ist.9
Typische Vertreter: MiR250 (250 kg Nutzlast, bis 2,0 m/s)10, MiR600 (600 kg)11, AGILOX ODM (300 kg, Unterfahr-AMR)12, AGILOX ONE (bis 1.000 kg, 1,4 m/s)13.
2. Technische Eckwerte im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt Orientierungswerte der drei Klassen. Alle Werte basieren auf verifizierten Herstellerangaben (Quellen s. u.) oder sind als Schätzung gekennzeichnet. Einzelmodell-Specs auf den Modellseiten.
| Merkmal | Cobot | Klassischer Industriearm | AMR |
|---|---|---|---|
| Traglast typisch | 3–25 kg2,3,4 | 6 kg bis mehrere TonnenSchätzung | 50–1.000+ kg (Transport)10,12,13 |
| Reichweite typisch | 500–1.750 mm2,3 | 500 mm bis mehrere MeterSchätzung | n. a. (Fahrbereich unbegrenzt) |
| Sicherheitsabstand | Kein festes Gitter nötig, wenn RA nach ISO/TS 15066 bestanden1 | Feste Schutzeinrichtung nach EN ISO 10218-1/-2 verpflichtend8 | Dynamische Personenerkennung; Sicherheitszonen per Software konfigurierbar9 |
| Durchsatz / Taktzeit | Begrenzt durch Kraft-/Geschwindigkeitslimits in Koll.-BetriebSchätzung | Höchster Durchsatz im Dauerbetrieb möglichSchätzung | Richtwert: 1,4–2,0 m/s Fahrgeschwindigkeit10,13 |
| Flexibilität / Umrüstung | Hoch — kein Umbau der Anlage, einfaches Teach-inSchätzung | Mittel — Umbau erfordert Stillstand, ProgrammieranpassungSchätzung | Hoch — Routenanpassung per Software, keine Bodenmarkierungen9 |
| Infrastruktur | Minimale Anforderungen; kein Umbau der HalleSchätzung | Fundamentverankerung, Schutzgitter, E-InfrastrukturSchätzung | Kein Bodenumbau; WLAN-Netz für Flottenmanagement empfohlenSchätzung |
| Einstiegskosten (System) | ca. 70.000–120.000 EUR inkl. IntegrationSchätzung | Variiert stark; tendenziell höher wegen SchutzeinrichtungSchätzung | ca. 35.000–80.000 EUR je AMR (ohne Flotteninfrastruktur)Schätzung |
Preisangaben sind Orientierungsgrößen ohne belegte Primärquellen; Integratoren-Angebote einzuholen. Vollständige TCO-Betrachtung: Ratgeber: Was kostet ein Industrieroboter wirklich?
3. Wann ist ein Cobot die richtige Wahl?
Ein Cobot ist dann sinnvoll, wenn Flexibilität, Mensch-Maschine-Nähe oder ein begrenztes Investitionsbudget höher priorisiert werden als maximaler Durchsatz.
Typische Szenarien für Cobots
- Kleinserienfertigung mit häufigem Produktwechsel: Wenn sich Bauteile wöchentlich oder monatlich ändern, rechnet sich der Umrüstaufwand eines festen Industriearms selten. Cobots mit visuell geführtem Teach-in lassen sich deutlich schneller auf neue Greifpunkte einlernen.Schätzung/Orientierung
- Mensch-Roboter-Kollaboration am gleichen Arbeitsplatz: Wenn ein Mitarbeiter und der Roboter am selben Tisch montieren, prüfen oder verpacken, ist der Cobot in Kollaborations-Betriebsart (nach bestandener Risikobeurteilung gemäß ISO/TS 150661) die einzige Klasse, die das ohne feste Trenneinrichtung erlaubt.
- Traglast unter 25 kg: Die gängigen Cobot-Modelle decken 3–25 kg Nutzlast ab (UR3e bis UR202; FANUC CRX-5iA bis CRX-25iA3; ABB GoFa CRB 15000 mit 5 kg4). Darüber hinaus sind klassische Lösungen effizienter.
- Beengte Verhältnisse ohne Platzsicherheitszone: Kleine Produktionsflächen, die keinen Raum für Schutzgitter bieten, können unter bestimmten Bedingungen mit einem Cobot ohne permanente Absperrung auskommen — vorausgesetzt, die Risikobeurteilung ist abgeschlossen.
- Erstprojekt mit begrenztem Risikoappetit: Ein Cobot-Projekt lässt sich häufig als Pilotanlage aufsetzen, ohne dass eine komplette Produktionslinie umgebaut werden muss.
Grenzen des Cobots
In kollaborativer Betriebsart (PFL nach ISO/TS 15066) sind Geschwindigkeit und Kontaktkraft nach oben begrenzt. Das reduziert die erreichbare Taktzeit im Vergleich zu einem klassischen Industriearm, der dieselbe Aufgabe hinter einem Schutzgitter erledigt.Schätzung/Orientierung Wer hohen Stückdurchsatz bei gleichbleibender Aufgabe braucht, ist mit einem Industriearm in einer geschlossenen Zelle in der Regel besser bedient.
4. Wann ist ein klassischer Industriearm besser geeignet?
Der klassische Industriearm ist optimiert für hohe Stückzahlen, schwere Lasten und 24/7-Dauerbetrieb in einer abgesicherten Zelle. Folgende Situationen sprechen für diese Klasse:
- Massenproduktion mit konstantem Prozess: Wenn dasselbe Bauteil über Monate oder Jahre in identischer Aufgabe bearbeitet wird, amortisiert sich der höhere Rüstaufwand durch die erreichbare Taktzeit.Schätzung
- Traglast über 25 kg: Für schwere Werkstücke, Gussformen oder Schweißbaugruppen gibt es keinen praxisreifen Cobot, der diese Lasten kollaborativ und wirtschaftlich handhabt. Klassische Arme sind hier ohne Alternative.
- Hohe Präzisionsanforderungen unter Dauerlast: Unabhängige Studien belegen, dass die reale Wiederholgenauigkeit von Cobots unter Produktionslast hinter dem Datenblattwert zurückbleibt14. Für hochpräzise Bearbeitungs- oder Prüfaufgaben bei hohem Stückvolumen sind dedizierte Präzisionsarme oder klassische Industrieroboter mit Kalibrierprozess zu prüfen.
- Schweißen, Lackieren, Entgraten: Prozesse mit Funkenflug, Dämpfen oder abrasiven Medien erfordern ohnehin eine abgeschlossene Zelle. Die Schutzeinrichtung ist damit bereits vorhanden — der Vorteil des Cobots (kein Gitter nötig) entfällt.
- Extreme Zyklusgeschwindigkeit: Hochgeschwindigkeits-Palettier-, Sortier- oder Verpackungsanlagen mit Taktzeiten unter einer Sekunde werden heute überwiegend von Parallelkinematik-Industrierobotern (Delta-Roboter) abgedeckt, nicht von Cobots.Schätzung
5. Wann ist ein AMR die richtige Wahl?
Ein AMR löst eine andere Aufgabe als ein Arm-Roboter: innerbetrieblicher Materialtransport. Er greift nicht, montiert nicht und prüft nicht — er fährt Lasten von A nach B, autonom und ohne Infrastrukturumbau.
Typische Szenarien für AMR
- Interne Logistik zwischen Maschinen, Lagern und Montagestationen: Wenn Mitarbeiter heute Wagen schieben, Gabelhubwagen bedienen oder Kisten tragen, ist ein AMR der naheliegende erste Automatisierungsschritt — ohne dass eine Maschine angepasst werden muss.
- Dynamische Wegeführung ohne feste Infrastruktur: AMR wie der MiR25010 oder AGILOX ODM12 kartografieren ihre Umgebung eigenständig. Hallenlayout-Änderungen erfordern keine physische Anpassung der Führungsspur, nur eine Neukartierung per Software.
- Lasten zwischen 50 und 1.000 kg: Der MiR250 trägt 250 kg10, der MiR600 bis 600 kg11, der AGILOX ONE bis 1.000 kg13 — Bereiche, in denen Handbetrieb ergonomisch nicht vertretbar und ein fester Fördergurt häufig zu inflexibel ist.
- Schichtbetrieb ohne Personaleinsatz: AMR arbeiten rund um die Uhr, laden autonom nach (Ladezeit AGILOX ODM: ca. 11 Minuten12) und koordinieren sich in Flotten über ein Flottenmanagement-System.
Grenzen des AMR
Ein AMR transportiert — er greift, montiert und prüft nicht. Für Pick-and-Place, Schrauben, Schweißen oder optische Prüfung brauchen Sie zusätzlich einen Arm-Roboter oder Menschen. Kombinierte Lösungen (AMR mit aufgesetztem Arm, sog. mobiler Manipulator) existieren am Markt, befinden sich aber noch überwiegend in frühen Praxisphasen.Schätzung/Orientierung Die unabhängige Datenlage zu deren Leistung ist dünn: Für kein AMR-Kernmodell existiert eine frei zugängliche unabhängige Leistungsmessung — alle kursierenden Kennzahlen zu Geschwindigkeit, Nutzlast und Docking-Genauigkeit stammen aus Hersteller-Datenblättern.15
6. Entscheidungstabelle: Welche Klasse passt?
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Entscheidungskriterien zusammen. Jeder Treffer ist eine Tendenz, kein Automatismus — die finale Auswahl erfordert eine herstellerübergreifende Anfrage und eine Risikobeurteilung.
| Kriterium | Spricht für Cobot | Spricht für Industriearm | Spricht für AMR |
|---|---|---|---|
| Traglast | ≤ 25 kg | > 25 kg | Transportlast (50–1.000+ kg) |
| Aufgabe | Montage, Handling, Prüfung | Schweißen, Lackieren, Entgraten, Präzisionsfertigung | Transport von A nach B |
| Produktvarianz | Häufiger Wechsel, kleine Serien | Seltener Wechsel, hohe Stückzahl | Routenanpassung per Software |
| Mensch im Arbeitsbereich | Ja — kollaborativer Betrieb möglich | Nein — feste Schutzeinrichtung nötig | Ja — Personenerkennung eingebaut |
| Schutzgitter vorhanden | Nicht zwingend (wenn RA bestanden) | Ja / muss ergänzt werden | Nicht nötig |
| Infrastrukturumbau akzeptabel | Nein / minimal | Ja (Fundamentierung, Schutzgitter) | Nein — kein Bodenumbau nötig |
| Durchsatzanforderung | Mittel | Hoch (max. Taktzeit) | Abhängig von Fahrstrecke |
| Erstprojekt / Pilot | Gut geeignet | Höheres Einstiegsrisiko | Gut geeignet |
| Normen / RA-Aufwand | ISO/TS 15066 + EN ISO 10218-21,8 | EN ISO 10218-1/-28 | EN ISO 3691-4 (Sicherheit FTS/AMR) |
7. Drei Fragen für Entscheider in der Praxis
Vor einer Herstelleranfrage empfehlen wir, diese drei Fragen intern zu klären:
- Was soll der Roboter tun — greifen oder fahren? Greifen, montieren, prüfen → Arm-Roboter (Cobot oder Industriearm). Transportieren → AMR. Beides → Kombination, höhere Komplexität einkalkulieren.
- Wie oft ändert sich die Aufgabe? Täglich bis monatlich → Cobot (schnelles Umrüsten). Selten bis nie → Industriearm (maximaler Durchsatz rechtfertigt Rüstaufwand). Ändert sich nur die Route → AMR per Software anpassbar.
- Darf der Mensch in den Arbeitsbereich? Nein, ausgeschlossen → Industriearm in Schutzgitter, maximale Leistung. Ja, gelegentlich → Cobot in kollaborativer Betriebsart (nach Risikobeurteilung). Ja, laufend → Cobot mit geeigneter Sicherheitskonfiguration; AMR mit Personenschutz-Sensorik.
Diese Fragen ersetzen keine vollständige Anforderungsanalyse, aber sie trennen die drei Klassen zuverlässig. Erst dann lohnt es, konkrete Modelle zu vergleichen.
8. Kombination: Cobot + AMR als Mittelstandsprojekt
Für viele KMU ist die sinnvollste erste Robotisierung keine Entweder-oder-Entscheidung. Ein häufiges Muster in der Praxis:Schätzung/Orientierung
- Ein AMR übernimmt den Materialtransport zwischen Lager, Maschine und Versand — ohne Bodenumbau, mit flexibler Routenanpassung.
- An der Arbeitsstation übernimmt ein Cobot das Handling, Einlegen oder Verpacken — ohne festes Schutzgitter, mit schnellem Einrichten für kleine Losgrößen.
Beide Klassen sind für Pilotprojekte geeignet, weil sie weniger Infrastrukturveränderung erfordern als klassische Industriearme in Vollzellen. Das reduziert das finanzielle Risiko eines Erstprojekts — verschiebt aber die Komplexität in die Integration der Systeme untereinander.
Nächste Schritte
Technische Daten vergleichen: UR10e · FANUC CRX-10iA · ABB GoFa CRB 15000 · KUKA LBR iiwa 14 · Franka Research 3 · Stäubli TX2-40 · Omron TM12 · Yaskawa HC10DT · Kawasaki RS005N · MiR250 · MiR600 · AGILOX ODM · Alle Modelle
Alle Klassen nebeneinander: Vergleichsseite mit Filtern für Traglast, Kategorie und Preis
Gesamtkosten realistisch einschätzen: Ratgeber: Was kostet ein Industrieroboter wirklich? und der TrueCost-Report (3–5-Jahres-TCO für Ihren Einsatzfall, kostenlos nach E-Mail-Bestätigung).
- ISO/TS 15066:2016 — „Robots and robotic devices — Collaborative robots". Definiert vier kollaborative Betriebsarten (Safety-Rated Monitored Stop, Hand Guiding, Speed and Separation Monitoring, Power and Force Limiting) sowie Kraftgrenzen für körpernah geführte Kollaboration. Bezugsquelle: iso.org/standard/62996.html. Normtext kostenpflichtig; Kurzfassung als ISO-Brief verfügbar.
- Universal Robots — Produktübersicht UR-Serie (Hersteller, Stand 2026-06-25). Traglastbereich UR3e (3 kg) bis UR20 (20 kg). Technische Specs je Modell auf der Hersteller-Produktseite; UR20-Datenblatt: UR20 Technische Daten (Hersteller).
- FANUC Europe — CRX-Serie (Hersteller, Stand 2026-06-25). Modellreihe CRX-5iA bis CRX-25iA; kollaborativer Betrieb.
- ABB Robotics — GoFa CRB 15000 Spezifikationsseite (Hersteller, Stand 2026-06-25). Traglast 5 kg, kollaborativer Betrieb.
- KUKA — LBR iiwa Produktseite (Hersteller, Stand 2026-06-25). Varianten 7 kg und 14 kg Traglast; momentengeregelt, für MRK ausgelegt.
- Franka Robotics — Franka Research 3 Produktseite (Hersteller, Stand 2026-06-25). Datenblatt (PDF): download.franka.de/Datasheet-EN.pdf.
- Fraunhofer IPA — „Benchmark for Humanoid Robots" (Pressemitteilung, 2025). Erster standardisierter Humanoid-Benchmark; Unitree G1 EDU-4: Kollisionskräfte >500 N, Überschreitung der Grenzwerte aus ISO/TS 15066; Bluetooth-Sicherheitslücke (später behoben). Hinweis: Befund bezieht sich auf einen mobilen Humanoid, nicht auf Cobots — illustriert jedoch, dass Sicherheitsclaims unabhängige Messung erfordern.
- EN ISO 10218-1:2011 — „Robots and robotic devices — Safety requirements for industrial robots — Part 1: Robots" und EN ISO 10218-2:2011 — „Part 2: Robot systems and integration". Legen Mindestanforderungen an Schutzeinrichtungen für klassische Industrieroboter fest. Bezugsquelle: iso.org/standard/51330.html (Teil 1) und iso.org/standard/51331.html (Teil 2).
- Mobile Industrial Robots — MiR250 Spezifikationsseite (Hersteller, Stand 2026-06-25). Beschreibung AMR-Navigation: Laserscanner-basierte dynamische Kartografierung, keine Induktionsschleifen.
- Mobile Industrial Robots — MiR250 Spezifikationen (Hersteller, Stand 2026-06-25). Traglast 250 kg, Fahrgeschwindigkeit bis 2,0 m/s (Herstellerangabe).
- Mobile Industrial Robots — MiR600 Spezifikationen (Hersteller, Stand 2026-06-25). Traglast 600 kg (Herstellerangabe).
- AGILOX — ODM Produktseite (Hersteller, Stand 2026-06-25). Traglast 300 kg, Fahrgeschwindigkeit 1,4 m/s, Hub 250 mm, Ladezeit ca. 11 Minuten (Herstellerangaben). Datenblatt (PDF): agilox.net — ODM Datenblatt.
- AGILOX — ONE Produktseite (Hersteller, Stand 2026-06-25). Traglast bis 1.000 kg (Single-Scissor), Fahrgeschwindigkeit 1,4 m/s (Herstellerangaben).
- Pollák et al. (2020): „Measurement and Analysis of UR5 Robot Performance Parameters According to ISO 9283", Advances in Mechanical Engineering, SAGE. Messung lastabhängiger Genauigkeitsstreuung am UR5 unter Produktionsbedingungen; real schlechter als Datenblattwert (unabhängige Studie).
- Roboratgeber.de — Interne Recherche AMR-Testquellen (2026-06-25, research/quellen-tests-amr.md): Für kein AMR-Kernmodell (MiR250/600, OTTO, Omron LD, Geek+, Locus) konnte eine frei zugängliche, herstellerunabhängige, reproduzierbare Leistungsmessung ermittelt werden. Alle kursierenden Kennzahlen stammen aus Hersteller-Datenblättern oder Reseller-Seiten. Neutrale Messgrundlage: ASTM-F45-Normreihe (F3244, F3265, F3499); Verweis: NIST — A-UGV-Testmethoden.